Sprechtrainer = systematisches Sprechtraining (nicht „einfach nur reden“)
Viele lernen Deutsch „im Kopf“: lesen, hören, Grammatik – aber zu wenig echte Sprachproduktion. Hier trainierst du Sprechen so, wie es in gutem Sprachcoaching gemacht wird: geführt, wiederholbar und messbar besser.

Ziel: zusammenhängend, verständlich und sicher sprechen – mit besseren Satzverbindungen, klarer Verbposition und natürlicherem Rhythmus.
Wichtig: Du hörst dein Gesagtes über eine neutrale Modellstimme (nicht deine Originalaufnahme). Zu DeepL wirst du nur weitergeleitet, wenn du auf „Korrigieren“ klickst.
Warum das funktioniert (kurz & klar)
1) Du produzierst Sprache. Nicht passiv konsumieren – du musst aktiv sprechen, sonst wird es nicht automatisiert.
2) Du hörst dich kontrolliert. So erkennst du typische Fehler (Verbposition, Endungen, zu kurze Sätze, fehlende Konnektoren).
3) Du wiederholst korrekt. Genau hier entsteht Fortschritt: korrigierte Version laut nachsprechen, nicht nur „lesen“.
Der Grundablauf (für alle Module)
🎙️ 1) Sprechen (60–120 Sekunden)
Sprich am Stück. Verbinde deine Gedanken: weil, obwohl, deswegen, außerdem, damit.

🔊 2) Anhören
Achte auf Rhythmus, Verbposition und Endungen. Wenn es zu schnell ist: reduziere das Tempo oder setze kurze Pausen.

✏️ 3) Korrigieren
Klicke auf Korrigieren und sieh dir die bessere Version an. Bei DeepL kannst du dir korrigierte Sätze oft auch anhören (Play-Symbol).
Coach-Tipp (die schnellste Struktur): 1 Begründung (weil/da) + 1 Beispiel + 1 Abschluss. So wird dein Deutsch automatisch flüssiger und natürlicher.
Worauf achten? Verb am Ende im Nebensatz · passende Artikel/Endungen · klare Konnektoren.
Mini-Routine: sprechen → anhören → korrigierte Version laut nachsprechen (2–3 Durchgänge, 5–10 Minuten).
Themenideen: Mein Tag · Eine Entscheidung · Ein Problem & meine Lösung · Nächste Woche planen
Die fünf Module – echte Methoden, nicht „irgendwelche Übungen“
Modul 1 – Schattensprechen
Ergebnis: bessere Aussprache, Rhythmus, Satzmelodie – du klingst „deutscher“.
So machst du es: Satz anhören → sofort nachsprechen → 2–3 Wiederholungen → nächster Satz.
Merke: Erst langsam & sauber, dann etwas schneller. Nicht raten – klar sprechen.
Modul 2 – Echo (mit Verzögerung)
Ergebnis: schnellere Reaktion, besseres Timing, stabileres Hörverstehen.
So machst du es: Satz anhören → 1–2 Sekunden warten → nachsprechen → kontrollieren (Tempo/Pausen).
Merke: Ziel ist nicht Perfektion, sondern flüssige Reaktion.
Modul 3 – Gelenktes Sprechen
Ergebnis: Struktur + Grammatik in echten Sätzen (nicht nur Lückentexte).
So machst du es: Satzstarter/Signale wählen → 60–90 Sekunden sprechen → anhören → gezielt verbessern.
Merke: Nutze Konnektoren (weil/obwohl/deshalb) und baue 2–3 Nebensätze ein.
Modul 4 – Paraphrasieren
Ergebnis: mehr Wortschatz, bessere Umformulierung, flexibler Satzbau.
So machst du es: Ausgangssatz lesen → gleiches sagen, aber anders formulieren → anhören → verbessern.
Merke: Wenn es schwer ist: 2 kurze Sätze statt 1 langem Satz.
Modul 5 – Monologtraining
Ergebnis: längere, saubere Monologe (perfekt für B2/C1, Prüfungen, Beruf).
So machst du es: Thema + Strukturplan → 90–180 Sekunden sprechen → anhören → gezielt verbessern (Verbposition, Konnektoren, Präzision).
Merke: 3 Teile: EinleitungHauptteil (2 Argumente + Beispiel) → Schluss (Fazit + Ausblick).
Empfehlung: Mini-Plan (10–15 Minuten)
3× pro Woche: Modul 1 oder 2 (5 Min.) + Modul 3 oder 4 (5–8 Min.)
1× pro Woche: Modul 5 (10–15 Min., ein Thema, 2 Durchgänge)
Merksatz: Lieber kurz – aber konsequent. Du trainierst Sprechen nicht im Kopf, sondern durch Wiederholung.

Sprechtrainer – Aufgabenbasiertes Sprachcoaching

Aufgabe wählen → sprechen → anhören → optional korrigieren

Mikrofon inaktiv

Modul 1 – Schattensprechen

So funktioniert Shadowing:
Du hörst einen Satz und sprichst ihn leicht zeitversetzt gleichzeitig mit. Nicht stoppen, nicht korrigieren, nicht nachdenken – einfach mitgehen.

⏱ Dauer: ca. 2–5 Minuten pro Niveau · Ziel: Rhythmus, Satzbau, Verbposition

Modul 2 – Nachsprechen (Echo · A2)

Ablauf: Klicke auf „Satz anhören“. Höre zu, warte kurz und sprich den Satz laut nach.

Empfehlung: 8–12 Minuten · Fokus: klare Aussprache & sichere Satzstruktur

Modul 2 – Nachsprechen (Echo · B1)

Ablauf: Klicke auf „Satz anhören“. Höre zu, warte kurz und sprich den Satz laut nach.

Empfehlung: 10–12 Minuten · Fokus: Struktur, Sicherheit, flüssiges Sprechen

Modul 2 – Nachsprechen (Echo-Technik · B2)

Ablauf: Satz hören → kurz warten → laut nachsprechen. Ziel: Satzbau übernehmen, sicher und flüssig sprechen.

Empfehlung: 10–15 Minuten · ideal für B2 / Prüfungsvorbereitung

Modul 2 – Nachsprechen (Echo · C1)

Ablauf: Klicke auf „Satz anhören“. Höre aufmerksam zu, warte kurz und sprich den Satz vollständig und klar nach.

Empfehlung: 12–15 Minuten · Fokus: Präzision, Komplexität, Sprechsicherheit

Modul 3 – Gelenktes Sprechen (A2)

Ziel: Sprich 60–90 Sekunden zu einer klaren Aufgabe. Nutze die Satzstarter. Sprich in ganzen Sätzen.

Aufgabe: Mein Tagesablauf
Beschreibe deinen Tag. Sprich über Morgen, Mittag und Abend. Nenne mindestens drei Uhrzeiten.
Satzstarter (benutze 3–5 davon):
• Ich stehe um … Uhr auf.
• Am Morgen …
• Dann …
• Um … Uhr …
• Am Nachmittag …
• Am Abend …
• Zum Schluss …
• Ich gehe um … Uhr schlafen.
Dein Text (durch Sprechen oder Tippen):

Tipp: Sprich in drei Teilen: EinstiegDetailsSchluss.

Modul 3 – Gelenktes Sprechen (B1)

Ziel: Sprich 90–120 Sekunden zu einer klaren Aufgabe. Nutze die Satzstarter: Begründung, Beispiel, Abschluss.

Aufgabe: Eine Veränderung in meinem Alltag
Beschreibe eine Veränderung in deinem Alltag (z. B. neuer Job, neue Routine, Umzug). Erkläre, was sich geändert hat, warum und wie du dich dabei fühlst.
Satzstarter (benutze 4–6 davon):
• Früher …, aber heute …
• Ich habe damit angefangen, weil …
• Am Anfang war es …, deshalb …
• Ein konkretes Beispiel ist …
• Das hat den Vorteil, dass …
• Trotzdem ist es manchmal …
• Insgesamt finde ich, dass …
• In Zukunft möchte ich …
Dein Text (durch Sprechen oder Tippen):

Coach-Regel: Sag immer warum (weil), gib ein Beispiel und mach einen Schluss. Dann klingt B1 sofort besser.

Modul 3 – Gelenktes Sprechen (B2)

Ziel: Sprich 2–3 Minuten strukturiert zu einer Aufgabe. Baue Begründungen, Beispiele und eine klare Schlussaussage ein.

Aufgabe: Homeoffice – Vorteile und Nachteile
Sprich über Homeoffice. Nenne Vorteile und Nachteile und sage am Ende deine eigene Meinung.
Satzstarter (benutze 5–7 davon):
• Ein Vorteil von … ist, dass …
• Allerdings gibt es auch Nachteile, zum Beispiel …
• Besonders wichtig finde ich, dass …
• Ein konkretes Beispiel dafür ist …
• Auf der einen Seite …, auf der anderen Seite …
• Meiner Meinung nach sollte man …
• Insgesamt bin ich der Ansicht, dass …
Dein Text (durch Sprechen oder Tippen):

B2-Coach-Regel: Vergleichen → bewerten → Position beziehen. Ohne klare Meinung ist es kein echtes B2-Sprechen.

c1

Modul 3 – Gelenktes Sprechen (C1)

Ziel: Sprich 3–4 Minuten differenziert zu einer Aufgabe. Struktur: TheseBegründungBeispielGegenargumentAbwägungFazit.

Aufgabe: Verantwortung in der digitalen Kommunikation
Diskutiere, wer in der digitalen Kommunikation Verantwortung trägt: Plattformen, Staat oder Nutzer. Beziehe eine Position, nenne ein Gegenargument und formuliere am Ende ein klares Fazit.
Satzstarter (benutze 6–9 davon):
• Meines Erachtens ist entscheidend, dass …
• Zunächst sollte man berücksichtigen, dass …
• Ein zentraler Aspekt besteht darin, dass …
• Das lässt sich an folgendem Beispiel verdeutlichen: …
• Dennoch darf man nicht übersehen, dass …
• Ein häufiges Gegenargument lautet, dass …
• Dagegen spricht jedoch, dass …
• In der Abwägung überwiegt für mich …
• Abschließend lässt sich festhalten, dass …
Dein Text (durch Sprechen oder Tippen):

C1-Coach-Regel: Nicht nur sagen was du meinst, sondern warum, unter welchen Bedingungen und welche Grenzen deine Position hat.

Modul 4 – Paraphrasieren (A2)
Aufgabe: Du liest einen Satz. Dann schreibst du denselben Inhalt mit anderen Worten. Die Bedeutung soll gleich bleiben. Verwende einfache Wörter und kurze Sätze.

So arbeitest du:
  1. Lies den Ausgangssatz.
  2. Schreibe den Satz neu (gleiche Bedeutung, andere Wörter).
  3. Klicke auf „Anhören“ (dein Text wird vorgelesen).
  4. Klicke auf „Stopp“, wenn du das Vorlesen beenden willst.
  5. Klicke auf „Löschen“, wenn du neu schreiben willst.
Einstellungen (für „Anhören“)
Sprechtempo: 0.90×
Tipp: A2 klingt oft klarer bei 0.85–0.95.
Hilfen (A2)
  • Nutze einfache Synonyme: kaufeneinkaufen, beginnenanfangen
  • Mach zwei kurze Sätze statt einem langen Satz.
  • Wechsle die Reihenfolge: „Am Montag…“ → „… am Montag“
Beispiele mit Musterlösung
Ausgangssatz: Ich habe heute keine Zeit.
Ausgangssatz: Der Bus kommt um acht Uhr.
Ausgangssatz: Ich gehe nach der Arbeit nach Hause.
Übungen (A2) – Schreibe den Satz neu
1) Ausgangssatz: Ich möchte einen Termin beim Arzt.
2) Ausgangssatz: Bitte ruf mich morgen an.
3) Ausgangssatz: Ich muss heute länger arbeiten.
4) Ausgangssatz: Ich kann heute nicht kommen.
5) Ausgangssatz: Ich brauche Hilfe mit dem Formular.
6) Ausgangssatz: Ich gehe morgen einkaufen.
Kurz-Check
  • Ist die Bedeutung gleich?
  • Hast du andere Wörter benutzt?
  • Ist der Satz einfach und korrekt?
Modul 4 – Paraphrasieren (B1)
Aufgabe: Du liest einen Satz. Dann schreibst du denselben Inhalt mit anderen Worten. Die Bedeutung soll gleich bleiben. Verwende passende Synonyme und variiere den Satzbau.

So arbeitest du:
  1. Lies den Ausgangssatz.
  2. Schreibe den Satz neu (gleiche Bedeutung, andere Wörter / anderer Satzbau).
  3. Klicke auf „Anhören“ (dein Text wird vorgelesen).
  4. Klicke auf „Stopp“, wenn du das Vorlesen beenden willst.
  5. Klicke auf „Löschen“, wenn du neu schreiben willst.
Einstellungen (für „Anhören“)
Sprechtempo: 0.95×
Tipp: B1 klingt oft klar bei 0.90–1.05.
Hilfen (B1)
  • Nutze Synonyme: beginnenstarten, wichtigentscheidend
  • Variante mit Nebensatz: „Ich bleibe zu Hause, weil …“
  • Wechsle die Reihenfolge: „Wenn …, dann …“ / „…, deshalb …“
  • Mach zwei Sätze, wenn es sonst zu kompliziert wird.
Beispiele mit Musterlösung
Ausgangssatz: Ich kann heute nicht ins Training gehen.
Ausgangssatz: Ich habe meinen Schlüssel vergessen, deshalb bin ich zu spät.
Ausgangssatz: Bitte sag mir kurz Bescheid, wenn du später kommst.
Übungen (B1) – Schreibe den Satz neu
1) Ausgangssatz: Ich habe morgen keine Zeit, weil ich arbeiten muss.
2) Ausgangssatz: Ich habe das Paket schon abgeholt, aber es war beschädigt.
3) Ausgangssatz: Kannst du mir bitte helfen, den Computer einzurichten?
4) Ausgangssatz: Ich bleibe heute zu Hause, denn ich fühle mich nicht gut.
5) Ausgangssatz: Wenn du Zeit hast, können wir uns am Wochenende treffen.
6) Ausgangssatz: Ich habe die E-Mail gelesen, aber ich habe noch nicht geantwortet.
7) Ausgangssatz: Bitte bring deinen Ausweis mit, sonst bekommst du keinen Termin.
8) Ausgangssatz: Ich habe mein Handy verloren, deshalb kann ich dich nicht anrufen.
9) Ausgangssatz: Ich würde gerne wissen, ob du morgen Zeit hast.
10) Ausgangssatz: Ich habe den Termin verschoben, weil ich krank war.
11) Ausgangssatz: Ich bin gestern früher gegangen, damit ich den Bus bekomme.
12) Ausgangssatz: Bitte schick mir die Infos, sobald du sie hast.
13) Ausgangssatz: Ich kann dir heute nicht helfen, weil ich viel zu tun habe.
14) Ausgangssatz: Es regnet stark, deswegen nehme ich einen Regenschirm mit.
15) Ausgangssatz: Ich freue mich auf den Urlaub, weil ich endlich entspannen kann.
Kurz-Check
  • Ist die Bedeutung gleich geblieben?
  • Hast du Synonyme oder einen anderen Satzbau benutzt?
  • Ist dein Satz verständlich und korrekt?
Modul 4 – Paraphrasieren (B2)
Aufgabe: Du liest einen Satz. Dann schreibst du denselben Inhalt mit anderen Worten. Die Bedeutung soll gleich bleiben. Nutze passende Synonyme, variiere den Satzbau und arbeite – wenn möglich – mit Umformungen (z. B. Aktiv/Passiv, Nebensatz/Infinitiv, „obwohl/trotz“, „weil/wegen“).

So arbeitest du:
  1. Lies den Ausgangssatz.
  2. Schreibe den Satz neu (gleiche Bedeutung, andere Wörter / anderer Satzbau).
  3. Klicke auf „Anhören“ (dein Text wird vorgelesen).
  4. Klicke auf „Stopp“, wenn du das Vorlesen beenden willst.
  5. Klicke auf „Löschen“, wenn du neu schreiben willst.
Einstellungen (für „Anhören“)
Sprechtempo: 1.00×
Tipp: B2 klingt oft natürlich bei 0.95–1.10.
Hilfen (B2)
  • Aktiv ↔ Passiv: „Man hat den Termin verschoben.“ → „Der Termin wurde verschoben.“
  • weil ↔ wegen: „weil es regnet“ → „wegen des Regens“
  • obwohl ↔ trotz: „obwohl er müde ist“ → „trotz seiner Müdigkeit“
  • Nebensatz ↔ Infinitiv: „damit ich…“ → „um … zu …“
Beispiele mit Musterlösung
Ausgangssatz: Obwohl er wenig Zeit hatte, hat er den Bericht fertiggeschrieben.
Ausgangssatz: Ich habe früher Feierabend gemacht, damit ich den Zug noch erreiche.
Ausgangssatz: Man hat mir zugesagt, dass die Unterlagen bis Freitag ankommen.
Übungen (B2) – Schreibe den Satz neu
1) Ausgangssatz: Wegen des Staus bin ich später angekommen, als ich geplant hatte.
2) Ausgangssatz: Der Vertrag wurde unterschrieben, obwohl noch Fragen offen waren.
3) Ausgangssatz: Ich habe mich bei der Firma beworben, um meine Chancen zu verbessern.
4) Ausgangssatz: Der Termin wurde verschoben, weil der Ansprechpartner krank geworden ist.
5) Ausgangssatz: Bitte informiere mich, sobald du eine Entscheidung getroffen hast.
6) Ausgangssatz: Die Präsentation war so überzeugend, dass alle zugestimmt haben.
7) Ausgangssatz: Mir wurde mitgeteilt, dass die Lieferung sich um zwei Tage verzögert.
8) Ausgangssatz: Die Teilnehmer wurden gebeten, ihre Handys während der Sitzung auszuschalten.
9) Ausgangssatz: Ich habe die Unterlagen noch einmal geprüft, um Fehler auszuschließen.
10) Ausgangssatz: Die Besprechung musste abgesagt werden, da der Raum nicht verfügbar war.
11) Ausgangssatz: Das Problem konnte gelöst werden, nachdem wir die Einstellungen angepasst hatten.
12) Ausgangssatz: Ich habe mich entschlossen, den Kurs zu wechseln, obwohl mir das nicht leichtfiel.
13) Ausgangssatz: Es wurde empfohlen, die Software regelmäßig zu aktualisieren, um Sicherheitslücken zu vermeiden.
14) Ausgangssatz: Ich habe den Kunden kontaktiert, nachdem die Zahlung eingegangen war.
15) Ausgangssatz: Die Information war so wichtig, dass sie sofort weitergegeben werden musste.
Kurz-Check
  • Ist die Bedeutung gleich geblieben?
  • Hast du den Satzbau sinnvoll verändert?
  • Hast du passende Synonyme und Umformungen benutzt?
Modul 4 – Paraphrasieren (C1)
Aufgabe: Du paraphrasierst anspruchsvolle Sätze präzise und stilistisch variabel. Die Bedeutung bleibt gleich, aber du veränderst Wortwahl, Struktur und Register. Nutze z. B. Nominalstil, Passiv/Unpersönlich, Partizipialkonstruktionen, Konnektoren (infolgedessen, hingegen, sofern), sowie Perspektivwechsel (z. B. „es lässt sich feststellen…“).

So arbeitest du:
  1. Lies den Ausgangssatz genau (Inhalt + Ton).
  2. Schreibe eine präzise Paraphrase (gleiche Aussage, andere Form).
  3. Klicke auf „Anhören“ (dein Text wird vorgelesen).
  4. Klicke auf „Stopp“, wenn du das Vorlesen beenden willst.
  5. Klicke auf „Löschen“, wenn du neu schreiben willst.
Einstellungen (für „Anhören“)
Sprechtempo: 1.00×
Tipp: Für komplexe Sätze wirkt 0.95–1.05 oft am klarsten.
Hilfen (C1)
  • Nominalisierung: „weil etwas steigt“ → „aufgrund des Anstiegs“
  • Unpersönlich/Passiv: „Wir empfehlen…“ → „Es wird empfohlen…“
  • Präzise Konnektoren: „deshalb“ → „infolgedessen / folglich / daraus ergibt sich“
  • Partizipialkonstruktionen: „Da er unter Druck stand…“ → „Unter Druck stehend…“
Beispiele mit Musterlösung
Ausgangssatz: Die Maßnahme wurde eingeführt, um die Qualität langfristig zu sichern, obwohl kurzfristig höhere Kosten entstehen.
Ausgangssatz: Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Situation verschärft, sofern keine strukturellen Anpassungen vorgenommen werden.
Ausgangssatz: Angesichts der Ergebnisse erscheint es sinnvoll, die Strategie zu überarbeiten, statt an bisherigen Routinen festzuhalten.
Übungen (C1) – Schreibe den Satz neu
1) Ausgangssatz: Obwohl die Datenlage noch lückenhaft ist, lassen die ersten Indikatoren auf einen Trendwechsel schließen.
2) Ausgangssatz: Der Vorschlag ist grundsätzlich nachvollziehbar, scheitert jedoch an der praktischen Umsetzbarkeit unter den gegebenen Bedingungen.
3) Ausgangssatz: Infolgedessen wurde die Entscheidung vertagt, um eine erneute Prüfung der Risiken zu ermöglichen.
4) Ausgangssatz: Die Debatte zeigt, wie stark politische Ziele und wirtschaftliche Interessen miteinander konkurrieren.
5) Ausgangssatz: Selbst wenn die kurzfristigen Effekte gering sind, kann der langfristige Nutzen erheblich ausfallen.
6) Ausgangssatz: Die Ergebnisse sind differenziert zu bewerten, da einzelne Faktoren in der Analyse unterrepräsentiert bleiben.
7) Ausgangssatz: Das Vorhaben wurde nicht zuletzt deshalb priorisiert, weil ein weiterer Aufschub erhebliche Folgekosten nach sich ziehen würde.
8) Ausgangssatz: Die Kommunikation wirkte widersprüchlich, wodurch die Glaubwürdigkeit der Darstellung infrage gestellt wurde.
9) Ausgangssatz: Es wäre verfehlt, den Rückgang ausschließlich auf externe Faktoren zurückzuführen, da interne Versäumnisse ebenfalls eine Rolle spielen.
10) Ausgangssatz: Unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen sollte der Prozess neu konzipiert werden, anstatt ihn lediglich zu optimieren.
11) Ausgangssatz: Die Studie legt nahe, dass die beobachteten Effekte weniger auf die Intervention selbst als auf begleitende Kontextfaktoren zurückgehen.
12) Ausgangssatz: Die Argumentation wirkt schlüssig, verliert jedoch an Überzeugungskraft, sobald zentrale Annahmen kritisch hinterfragt werden.
13) Ausgangssatz: Die Empfehlung zielt darauf ab, die Transparenz zu erhöhen und zugleich die Verantwortlichkeiten eindeutig zuzuordnen.
14) Ausgangssatz: Unter Zeitdruck neigen Teams dazu, Komplexität zu reduzieren, wodurch relevante Details übersehen werden können.
15) Ausgangssatz: Es lässt sich festhalten, dass die Entwicklung weniger linear verläuft, als es die ursprünglichen Prognosen erwarten ließen.
Kurz-Check
  • Ist die Aussage inhaltlich identisch (keine neue Information, nichts weggelassen)?
  • Ist die Form klar anders (Syntax, Nominalstil, Perspektive, Konnektoren)?
  • Klingt die Paraphrase präzise und stilistisch passend?
Monologtraining (A2) – Sprechen vor Schreiben
Ziel: Du sprichst 60–90 Sekunden am Stück. Einfache Sätze. Klare Reihenfolge. Verständlich sprechen.
So arbeitest du (immer gleich):
  1. Sprich zuerst laut. Antworte mündlich auf die Aufgabe. Sprich langsam und klar.
  2. Schreibe danach deinen Text. Schreibe das, was du gesagt hast.
  3. Höre deinen Text an. Klicke auf „Anhören“ und höre genau zu.
  4. Verbessere deinen Text. Achte auf Wortstellung und einfache Sätze.
👉 Wichtig: Erst sprechen – dann schreiben. Der Text muss nicht perfekt sein.
Einstellungen (Anhören)
Sprechtempo: 0.90×
Empfehlung für A2: 0.85–0.95
Aufgaben (A2)
Aufgabe 1 – Mein Wochenende
Sprich über Samstag und Sonntag. Sag, was du gemacht hast und wie es war.
Aufgabe 2 – Mein Tag heute
Sprich über morgen, mittags und abends.
Aufgabe 3 – Einkaufen
Wo warst du einkaufen? Was hast du gekauft?
Aufgabe 4 – Termin
Hattest du einen Termin? Wo war er? Wie war es?
Aufgabe 5 – Freizeit
Was machst du gern in deiner Freizeit? Mit wem?
Dein Text:
Kurz-Check
  • Hast du zuerst gesprochen?
  • Hast du einfache Sätze benutzt?
  • Ist die Reihenfolge klar?
Monologtraining (B1) – sicher und zusammenhängend sprechen
Ziel: Du sprichst 90–120 Sekunden zusammenhängend. Du erklärst, beschreibst und begründest.
So arbeitest du (immer gleich):
  1. Sprich zuerst frei. Antworte mündlich auf die Aufgabe.
  2. Schreibe danach deinen Text. Schreibe, was du gesagt hast.
  3. Höre deinen Text an. Nutze „Anhören“.
  4. Verbessere deinen Text. Achte auf Reihenfolge und Verbindungen.
👉 Erst sprechen – dann schreiben. Inhalt ist wichtiger als Perfektion.
Einstellungen (Anhören)
Sprechtempo: 1.00×
Empfehlung: 0.95–1.05
Aufgaben (B1)
Aufgabe 1 – Ein besonderes Wochenende
Erzähle von einem Wochenende, das anders war als sonst.
Aufgabe 2 – Mein Alltag
Beschreibe einen typischen Tag von morgens bis abends.
Aufgabe 3 – Arbeit oder Schule
Was gefällt dir? Was findest du schwierig?
Aufgabe 4 – Ein Problem
Beschreibe ein Problem im Alltag und eine mögliche Lösung.
Aufgabe 5 – Freizeit
Was machst du gern in deiner Freizeit und warum?
Aufgabe 6 – Medien
Wie oft nutzt du Handy oder Internet? Ist das gut oder schlecht?
Aufgabe 7 – Gesundheit
Was tust du für deine Gesundheit?
Aufgabe 8 – Reisen
Erzähle von einer Reise oder einem Ausflug.
Aufgabe 9 – Wohnen
Beschreibe deine Wohnung oder dein Zimmer.
Aufgabe 10 – Nachbarn
Wie ist das Zusammenleben mit Nachbarn?
Aufgabe 11 – Pläne
Was möchtest du im nächsten Jahr machen?
Aufgabe 12 – Meinung
Was ist dir im Leben wichtig? Warum?
Dein Text:
Kurz-Check
  • Hast du mehrere Sätze verbunden?
  • Hast du Beispiele oder Gründe genannt?
  • Ist dein Text gut verständlich?
Monologtraining (B2) – strukturiert argumentieren
Ziel: Du sprichst 2–3 Minuten zusammenhängend. Du erklärst, begründest, vergleichst und nimmst Stellung.
So arbeitest du (immer gleich):
  1. Sprich zuerst frei. Strukturiere deine Gedanken mündlich.
  2. Schreibe danach deinen Text. Verwende Absätze.
  3. Höre deinen Text an. Achte auf Klarheit und Logik.
  4. Überarbeite gezielt. Verbinde Sätze mit Konnektoren.
👉 Inhalt, Struktur und Begründung sind wichtiger als perfekte Grammatik.
Einstellungen (Anhören)
Sprechtempo: 1.00×
Empfehlung: 0.95–1.05
Aufgaben (B2)
Aufgabe 1 – Vor- und Nachteile
Online-Arbeit: Welche Vorteile und Nachteile siehst du?
Aufgabe 2 – Meinung begründen
Sollte man häufiger von zu Hause arbeiten? Begründe deine Meinung.
Aufgabe 3 – Vergleich
Vergleiche Leben in der Stadt und auf dem Land.
Aufgabe 4 – Problem & Lösung
Viele Menschen haben zu wenig Zeit. Woran liegt das und was kann man tun?
Aufgabe 5 – Gesellschaft
Welche Rolle spielen soziale Medien heute?
Aufgabe 6 – Erfahrung
Beschreibe eine Situation, in der du Verantwortung übernehmen musstest.
Aufgabe 7 – Gesundheit
Stress im Alltag – Ursachen und mögliche Strategien.
Aufgabe 8 – Umwelt
Was kann der Einzelne konkret für den Umweltschutz tun?
Aufgabe 9 – Lernen
Welche Lernmethoden funktionieren für dich am besten – und warum?
Aufgabe 10 – Technik
Erleichtert Technik unser Leben oder macht sie es komplizierter?
Aufgabe 11 – Arbeit
Was macht einen guten Arbeitsplatz aus?
Aufgabe 12 – Kultur
Welche Bedeutung haben Traditionen heute noch?
Aufgabe 13 – Entscheidung
Beschreibe eine schwierige Entscheidung und ihre Folgen.
Aufgabe 14 – Zukunft
Wie stellst du dir dein Leben in zehn Jahren vor?
Aufgabe 15 – Stellungnahme
„Geld macht glücklich.“ Nimm differenziert Stellung.
Dein Text:
Kurz-Check (B2)
  • Hast du klar gegliedert (Einleitung – Hauptteil – Schluss)?
  • Hast du Gründe, Beispiele und Vergleiche genutzt?
  • Hast du Konnektoren verwendet (z. B. deshalb, außerdem, jedoch)?
Monologtraining (C1) – reflektiert und differenziert sprechen
Ziel: Du sprichst 3–4 Minuten zusammenhängend. Du analysierst, bewertest, relativierst und ziehst Schlussfolgerungen.
So arbeitest du (immer gleich):
  1. Sprich zuerst frei. Entwickle deine Gedanken logisch.
  2. Strukturiere deinen Monolog. Einleitung – Vertiefung – Bewertung.
  3. Schreibe anschließend deinen Text. Verwende präzise Formulierungen.
  4. Höre deinen Text an. Prüfe Stil, Kohärenz und Argumentation.
  5. Überarbeite gezielt. Streiche Wiederholungen, schärfe Aussagen.
👉 Auf C1 zählen Genauigkeit, Differenzierung und sprachliche Kontrolle.
Einstellungen (Anhören)
Sprechtempo: 1.00×
Empfehlung: 0.95–1.05
Aufgaben (C1)
Aufgabe 1 – Leistungsgesellschaft
Inwiefern prägt Leistung unser Selbstbild?
Aufgabe 2 – Arbeit & Sinn
Sollte Arbeit immer sinnstiftend sein?
Aufgabe 3 – Digitalisierung
Verändert Digitalisierung unser Denken?
Aufgabe 4 – Verantwortung
Wo endet persönliche Verantwortung, wo beginnt gesellschaftliche?
Aufgabe 5 – Bildung
Welche Rolle spielt Bildung für soziale Gerechtigkeit?
Aufgabe 6 – Freiheit
Ist Freiheit ohne Regeln denkbar?
Aufgabe 7 – Medien
Wie beeinflussen Medien unsere Wahrnehmung der Realität?
Aufgabe 8 – Fortschritt
Bedeutet technischer Fortschritt automatisch gesellschaftlichen Fortschritt?
Aufgabe 9 – Identität
Inwiefern wird Identität heute bewusst konstruiert?
Aufgabe 10 – Zeit
Warum empfinden viele Menschen chronischen Zeitmangel?
Aufgabe 11 – Moral
Sind moralische Werte universell oder kulturell geprägt?
Aufgabe 12 – Konsum
Kann bewusster Konsum gesellschaftliche Veränderungen bewirken?
Aufgabe 13 – Sprache
Beeinflusst Sprache unser Denken?
Aufgabe 14 – Zukunft
Welche Kompetenzen werden in Zukunft entscheidend sein?
Aufgabe 15 – Persönliche Haltung
Welche Werte leiten deine Entscheidungen – und warum?
Dein Text:
Kurz-Check (C1)
  • Hast du differenziert argumentiert?
  • Hast du Gegenpositionen berücksichtigt?
  • Ist dein Stil präzise, reflektiert und klar?