Zertifikat Deutsch B2
Professioneller Online-Einstufungstest – Variante 2
Wichtige Hinweise zum Ablauf:
- Die Prüfung umfasst die Teile **Leseverstehen**, **Sprachbausteine**, **Schriftlicher Ausdruck** und **Mündlicher Ausdruck**.
- Bitte füllen Sie Ihre Daten unten sorgfältig aus, damit Ihre Ergebnisse am Ende korrekt zugeordnet werden können.
- Schließen Sie das Browserfenster während des Tests nicht, da Ihr Fortschritt sonst verloren geht.
Teil 1: Leseverstehen
Lesen Sie den folgenden Zeitschriftenartikel aufmerksam durch und beantworten Sie im Anschluss die 10 Fragen.
Zurück zum gedruckten Buch: Die Renaissance des analogen Lesens
In Zeiten fortschreitender Digitalisierung schien das Schicksal des gedruckten Buches besiegelt zu sein. E-Reader, Tablets und Smartphones eroberten den Markt und versprachen eine Revolution des Leseverhaltens. Doch entgegen allen düsteren Prognosen erlebt das klassische Buch derzeit eine bemerkenswerte Renaissance. Immer mehr Menschen – überraschenderweise vor allem aus der Generation der Digital Natives – greifen im Alltag bewusst wieder zu Papier und Tinte. Kulturwissenschaftler deuten diese Entwicklung als eine Gegenbewegung zur permanenten digitalen Reizüberflutung.
Eine großangelegte Studie zur Mediennutzung bestätigt diesen Trend nachdrücklich. Fast 60 Prozent der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen gaben an, längere literarische Texte bevorzugt in gedruckter Form zu konsumieren. Als Hauptgrund wird primär die Qualität der Aufmerksamkeit genannt. Beim Lesen auf Bildschirmen ist die Ablenkung durch aufblinkende Benachrichtigungen oder Hyperlinks permanent präsent, was zu einem oberflächlichen „Scannen“ des Textes führt. Das haptische Erlebnis eines physischen Buches hingegen fördert nachweislich das tiefe Eintauchen in komplexe Inhalte und schützt das Gehirn vor vorschneller Ermüdung.
Auch die wirtschaftlichen Akteure spüren diese Verschiebung deutlich. Während der Verkauf von E-Books stagniert oder in einigen Segmenten sogar rückläufig ist, verzeichnet der traditionelle Buchhandel stabile Zahlen. Besondere Aufmerksamkeit widmen Händler der Gestaltung: Hochwertiges Papier, aufwendig illustrierte Cover und edle Bindungen machen das Buch wieder zu einem begehrten Statussubjekt. Der E-Reader-Boom der vergangenen Dekade weicht einem Trend, bei dem Bücher nicht mehr nur als reine Informationsträger, sondern als Ausdruck von Entschleunigung und persönlichem Lifestyle verstanden werden.
Gleichwohl warnt die Hirnforschung davor, digitale Medien pauschal zu verteufeln. Für die schnelle Informationsbeschaffung, das Nachschlagen von Fachbegriffen oder auf Reisen bieten elektronische Endgeräte unbestreitbare Vorteile. Die optimale Lesekultur der Zukunft zeichnet sich daher wohl kaum durch ein radikales „Entweder-oder“ aus. Vielmehr plädieren Bildungsexperten für eine komplementäre Nutzung: Digitale Kompetenz für den Beruf und das Studium, gepaart mit bewussten analogen Auszeiten, um die Fähigkeit zur tiefen, langanhaltenden Konzentration nicht zu verlieren.
Fragen zum Text:
1. Was überrascht Kulturwissenschaftler an der aktuellen Entwicklung des Leseverhaltens?
2. Richtig oder Falsch? Laut ersten Prognosen sollte das gedruckte Buch durch digitale Geräte verdrängt werden.
3. Warum wird das Lesen auf Bildschirmen im zweiten Absatz als problematisch beschrieben?
4. Welchen konkreten Vorteil bietet das haptische Erleben eines physischen Buches laut Text?
5. Wie stellt sich die wirtschaftliche Situation der Buchbranche aktuell dar?
6. Was machen Händler laut Text, um gedruckte Bücher attraktiver zu gestalten?
7. Richtig oder Falsch? Bücher gelten heute laut Artikel primär als billiges Massenprodukt ohne ideellen Wert.
8. In welchen Situationen plädiert die Hirnforschung für digitale Medien?
9. Wie sieht das ideale Lesemodell der Zukunft laut Bildungsexperten aus?
10. Welche Fähigkeit droht ohne bewusste analoge Auszeiten verloren zu gehen?
Teil 2: Sprachbausteine
Wählen Sie für jede Lücke im Text das passende Wort aus dem Dropdown-Menü aus.
Nachhaltigkeit im Kleiderschrank: Der Trend zum Kleidertausch
Angesichts des steigenden Umweltbewusstseins hinterfragen immer mehr Verbraucher kritisch ihren Konsum, (1) wie sie der sogenannten Fast-Fashion-Industrie den Rücken kehren. Anstatt ständig neue Kleidung zu kaufen, (2) sich alternative Konzepte wie Kleidertauschbörsen einer stetig wachsenden Beliebtheit. Viele Bürger besitzen etliche Kleidungsstücke, die sie fast nie tragen, (3) die Textilien in perfektem Zustand sind.Initiatoren solcher Tauschtreffen fordern die Teilnehmer dazu auf, sich aktiv (4) der Ressourcenschonung zu beteiligen. Wer gut erhaltene Stücke mitbringt, erhält im Gegenzug die Möglichkeit, den eigenen Stil kostenneutral (5) . Es kommt bei diesem modernen Lebensstil nicht darauf an, auf alles zu verzichten, sondern vorhandene Werte sinnvoll im Kreislauf zu (6) .
Kommunen unterstützen diese ehrenamtlichen Events mittlerweile oft organisatorisch, (7) dadurch das soziale Miteinander im Stadtteil nachweislich gestärkt wird. Auf diese Weise leisten Konsumenten einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz und profitieren gleichzeitig (8) einem inspirierenden modischen Austausch. Es gilt als erwiesen: (9) eine Gesellschaft mit ihren materiellen Gütern umgeht, (10) präsentiert sich ihre ökologische Bilanz.
Teil 3: Schriftlicher Ausdruck
Schreiben Sie einen ausführlichen, strukturierten Diskussionsbeitrag (Argumentation) zu dem folgenden Thema.
- Analysieren Sie die potenziellen Vorteile von KI-Systemen zur individuellen Förderung von Lernenden.
- Erörtern Sie die Risiken im Hinblick auf den Verlust kritischen Denkens und akademischer Integrität.
- Nehmen Sie Stellung zu der Behauptung, dass KI traditionelle Lehrkräfte langfristig überflüssig machen könnte.
- Formulieren Sie konkrete Vorschläge für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI an Schulen und Hochschulen.
Teil 4: Mündlicher Ausdruck (Präsentation)
Übernehmen Sie die Rolle eines Experten und halten Sie eine kurze Präsentation.
- Stellen Sie ein urbanes Alternativkonzept vor (z. B. Urban Gardening / Urbane Landwirtschaft in Großstädten).
- Beschreiben Sie detailliert die konkreten ökologischen und sozialen Vor- und Nachteile dieses Modells.
- Berichten kurz von Ihren persönlichen Erfahrungen oder Beispielen bezüglich Grünflächen in urbanen Zentren.
- Geben Sie eine abschließende Empfehlung für Stadtplaner oder interessierte Bürger ab.
Prüfung erfolgreich beendet!
Hier ist Ihr vorläufiges Prüfungsprotokoll.
Teil 1: Leseverstehen
0 / 10Teil 2: Sprachbausteine
0 / 10Letzter Schritt zur Abgabe:
Die Teile 1 und 2 wurden automatisch ausgewertet. Ihr verfasster Aufsatz sowie Ihre Präsentation müssen manuell bewertet werden.
⚠️ Anleitung zur Übermittlung im Chat:
- Falls noch nicht geschehen: Laden Sie Ihre Audiodatei im Player oben über die 3 Punkte herunter.
- Klicken Sie unten auf den grünen Button „Gesamtes Prüfungsprotokoll kopieren“.
- Wechseln Sie direkt in unseren gewohnten Chat.
- Fügen den Text dort mit Strg + V (oder Rechtsklick -> Einfügen) ein.
- Laden Sie die eben heruntergeladene MP3-Audiodatei zusätzlich im Chat hoch und senden Sie beides ab.