C1 – Hörverstehen: Übung (nach Audio 1)
Hören Sie den Text zweimal. Entscheiden Sie bei jeder Aussage: Richtig, Falsch oder Nicht im Text. Das Ergebnis erscheint erst, nachdem Sie eine Option gewählt haben.
1. Der Sprecher vertritt die Auffassung, dass technischer Fortschritt automatisch zu gesellschaftlichem Fortschritt führt.
2. Im Text wird betont, dass digitale Systeme effizient sind, aber nicht automatisch neutral.
3. Der Sprecher behauptet, Algorithmen seien frei von Vorurteilen und deshalb grundsätzlich fair.
4. Laut Text können sich gesellschaftliche Ungleichheiten in Datensätzen widerspiegeln und dadurch in digitalen Entscheidungen fortsetzen.
5. Der Sprecher nennt konkrete gesetzliche Maßnahmen, die sofort umgesetzt werden sollen.
6. Im Hörtext wird die Grenze zwischen sinnvoller Datennutzung und problematischer Überwachung als eindeutig und leicht zu ziehen dargestellt.
7. Der Sprecher betont, dass digitale Kompetenz und kontinuierliche Weiterbildung im Berufsleben zunehmend erwartet werden.
8. Der Sprecher stellt fest, dass Automatisierung nur einfache Tätigkeiten betrifft, nicht aber qualifizierte Berufe.
9. Nach dem Hörtext entstehen neue Tätigkeitsfelder durch Digitalisierung, aber ohne politische Steuerung können Ungleichheiten zunehmen.
10. Am Ende wird die Position vertreten, dass Digitalisierung weder reine Chance noch reines Risiko ist, sondern verantwortungsvoll gestaltet werden muss.
C1 – Hörverstehen: Übung (Audio 2)
Hören Sie den Text zweimal. Entscheiden Sie bei jeder Aussage: Richtig, Falsch oder Nicht im Text.
1. Der Sprecher stellt infrage, dass ein größerer Informationszugang automatisch zu besserem Urteilsvermögen führt.
2. Laut Text begünstigen digitale Plattformen Inhalte, die starke emotionale Reaktionen hervorrufen.
3. Der Sprecher behauptet, emotionale Inhalte seien grundsätzlich ungeeignet für öffentliche Debatten.
4. Desinformation wird im Text auch als bewusste Vereinfachung oder Kontextverzerrung beschrieben.
5. Der sogenannte Bestätigungsfehler wird als psychologischer Mechanismus erklärt.
6. Laut Text werden Nutzer in sozialen Medien regelmäßig mit gegensätzlichen Meinungen konfrontiert.
7. Filterblasen werden als potenziell problematisch für gesellschaftlichen Diskurs dargestellt.
8. Der Sprecher betont, dass traditionelle Medien völlig frei von Interessen seien.
9. Ein Unterschied zwischen klassischen Medien und sozialen Netzwerken liegt laut Text in redaktionellen Kontrollmechanismen.
10. Der Sprecher geht davon aus, dass Korrekturen falscher Informationen meist genauso präsent bleiben wie die ursprüngliche Meldung.
11. Medienkompetenz wird im Text als reine technische Fähigkeit beschrieben.
12. Der Sprecher fordert dazu auf, auch die eigene Rolle bei der Verbreitung von Informationen kritisch zu reflektieren.
13. Schnelle Reaktionen auf Inhalte werden im Text als potenzielles Risiko für Manipulation beschrieben.
14. Das Hauptproblem moderner Informationsgesellschaften wird im Text als mangelnder Datenzugang beschrieben.
15. Abschließend wird argumentiert, dass Bewertungsfähigkeit eine zentrale gesellschaftliche Kompetenz darstellt.
C1 – Hörverstehen: Worauf müssen Kandidaten achten?
Das Hörverstehen auf C1-Niveau prüft nicht mehr nur, ob Sie einzelne Informationen verstehen, sondern ob Sie komplexe Inhalte analysieren, einordnen und bewerten können. Entscheidend ist dabei weniger das Detailwissen als das globale und differenzierte Textverständnis.
1. Gesamtaussage vor Details
Versuchen Sie beim ersten Hören nicht, jedes Wort zu verstehen. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf die Hauptaussage, die Argumentationsrichtung und die Haltung des Sprechers. Viele Aufgaben beziehen sich auf implizite Aussagen oder Schlussfolgerungen, nicht auf einzelne Zahlen oder Beispiele.
2. Argumentationsstruktur erkennen
Achten Sie darauf, wie der Text aufgebaut ist: Wird ein Problem beschrieben? Werden verschiedene Positionen gegenübergestellt? Gibt es Einschränkungen, Relativierungen oder Bedingungen? Typisch für C1 sind Texte, die bewusst differenziert argumentieren und keine einfachen Ja-oder-Nein-Antworten liefern.
3. Sprachliche Signale ernst nehmen
Wörter und Wendungen wie „paradoxerweise“, „nicht zwangsläufig“, „in diesem Zusammenhang“, „entscheidend ist“ oder „lässt sich zusammenfassen“ geben wichtige Hinweise auf Bewertungen, Übergänge oder Schlussfolgerungen. Wer diese Signale erkennt, versteht den Text auf einer tieferen Ebene.
4. Richtig – Falsch – Nicht im Text unterscheiden
Eine Aussage ist nur dann richtig, wenn sie inhaltlich mit dem Text übereinstimmt – nicht, weil sie logisch klingt oder Ihrer Meinung entspricht. Falsch bedeutet, dass der Text klar widerspricht. Nicht im Text heißt, dass der Gedanke zwar plausibel ist, aber im Hörtext weder direkt noch indirekt thematisiert wird.
5. Vorsicht vor Überinterpretation
Auf C1-Niveau ist es wichtig, zwischen Interpretation und Textaussage zu unterscheiden. Ziehen Sie nur dann Schlussfolgerungen, wenn sie sich aus dem Text ableiten lassen. Eigene Erfahrungen, Meinungen oder Vorwissen dürfen Ihre Entscheidung nicht beeinflussen.
6. Zeitmanagement und Konzentration
Nutzen Sie das erste Hören für den Überblick und das zweite Hören, um Ihre Entscheidungen zu überprüfen oder zu korrigieren. Bleiben Sie auch dann konzentriert, wenn der Text anspruchsvoll oder abstrakt wirkt – genau das ist Teil der Prüfung auf diesem Niveau.
Zusammengefasst gilt: Erfolgreiches Hörverstehen auf C1 erfordert nicht Perfektion im Detail, sondern die Fähigkeit, komplexe Inhalte strukturiert zu erfassen, sprachliche Nuancen zu erkennen und Aussagen kritisch einzuordnen.