Mündliche Aufgabenformate – B2
Präsentation (Sprechen)
Worauf müssen Sie achten?
- Aufbau: Begrüßung + Name, Thema nennen, mehrere Aspekte strukturiert darstellen, klarer Abschluss.
- Inhalt: Erklären, begründen und Beispiele nennen – nicht nur aufzählen.
- Zusammenhang: Die Präsentation soll logisch aufgebaut und gut nachvollziehbar sein.
- Zeit (B2): ca. 4–5 Minuten.
- Sprache: Ruhiges Tempo, deutliche Pausen, klare Aussagen.
Thema: Arbeiten im Homeoffice Hallo, mein Name ist Susanne. Ich möchte heute über das Thema Arbeiten im Homeoffice sprechen, weil dieses Thema in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist und viele Menschen damit Erfahrungen gemacht haben. Zuerst möchte ich kurz erklären, was man unter Homeoffice versteht. Homeoffice bedeutet, dass man seine Arbeit nicht im Büro erledigt, sondern von zu Hause aus arbeitet. In den meisten Fällen arbeitet man dabei mit einem Computer und ist über Telefon oder Internet mit Kollegen und Vorgesetzten verbunden. Ein wichtiger Vorteil des Homeoffice ist, dass man viel Zeit spart. Man muss nicht mehr jeden Tag zur Arbeit fahren und steht nicht im Stau oder in vollen öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese Zeit kann man sinnvoll nutzen, zum Beispiel um länger zu schlafen oder um den Arbeitstag entspannter zu beginnen. Viele Menschen fühlen sich dadurch weniger gestresst. Ein weiterer Vorteil ist die bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben. Wenn man im Homeoffice arbeitet, kann man seinen Alltag oft flexibler organisieren. Zum Beispiel kann man kurze Pausen machen, um etwas im Haushalt zu erledigen oder sich kurz zu bewegen. Für Eltern kann das besonders hilfreich sein, weil sie Familie und Beruf besser miteinander verbinden können. Außerdem berichten viele Menschen, dass sie sich im Homeoffice besser konzentrieren können. Zu Hause ist es oft ruhiger als im Büro, und man wird weniger unterbrochen. Dadurch kann man manche Aufgaben schneller und effizienter erledigen. Trotz dieser Vorteile gibt es auch Nachteile. Ein großes Problem ist, dass der persönliche Kontakt zu Kollegen fehlt. Im Büro kann man sich schnell austauschen und gemeinsam Lösungen finden. Im Homeoffice ist die Kommunikation oft schwieriger, weil sie hauptsächlich digital stattfindet. Das kann zu Missverständnissen führen und manche Menschen fühlen sich isoliert. Ein weiterer Nachteil ist, dass es schwer sein kann, Arbeit und Freizeit zu trennen. Wenn der Arbeitsplatz zu Hause ist, fällt es vielen Menschen schwer, nach Feierabend wirklich abzuschalten. Man arbeitet länger als geplant oder denkt auch in der Freizeit an die Arbeit. Das kann auf Dauer belastend sein. Ein Beispiel aus meinem eigenen Alltag ist, dass ich im Homeoffice sehr konzentriert arbeite, aber manchmal vergesse, regelmäßig Pausen zu machen. Dadurch bin ich am Ende des Tages oft müder als an Tagen im Büro. Zum Schluss kann ich sagen, dass Arbeiten im Homeoffice sowohl Vorteile als auch Nachteile hat. Meiner Meinung nach ist Homeoffice dann sinnvoll, wenn es gut organisiert ist und wenn es klare Regeln gibt. Eine Kombination aus Büroarbeit und Homeoffice halte ich für die beste Lösung. Vielen Dank fürs Zuhören.
Übungen – Präsentation (B2)
Übung 1: Nachsprechen mit Fokus
Hören Sie das Audio vollständig an und sprechen Sie es anschließend laut nach. Achten Sie besonders auf Übergänge, Pausen und einen klaren Abschluss.
Übung 2: Gleiche Struktur – neues Thema (4–5 Minuten)
Nutzen Sie exakt dieselbe Struktur wie in der Beispielpräsentation.
- Thema: Lernen mit digitalen Medien
- Aspekt 1: Vorteile (Zeit, Flexibilität, Zugang)
- Aspekt 2: Nachteile (Ablenkung, Technik, Motivation)
- Beispiel: aus dem eigenen Alltag
- Abschluss: kurze persönliche Einschätzung
Übung 3: Zeitkontrolle
Halten Sie dieselbe Präsentation zweimal:
- Variante A: genau 4 Minuten
- Variante B: genau 5 Minuten
Ziel: Inhalte gezielt kürzen oder erweitern, ohne den Aufbau zu verlieren.
Übung 4: Perspektivwechsel
Präsentieren Sie das Thema erneut, diesmal aus einer anderen Perspektive.
- Perspektive: Arbeitgeber oder Studierende
- Dauer: 4–5 Minuten
- Ziel: gleiche Struktur, andere Gewichtung der Argumente
Mündliche Aufgabenformate – B2
Gemeinsam etwas planen (Sprechen)
Worauf müssen Sie achten?
- Aktive Zusammenarbeit: Vorschläge machen, auf den Partner reagieren, Argumente abwägen.
- Struktur: Thema klären → Optionen sammeln → Vor- und Nachteile vergleichen → Entscheidung treffen.
- Begründung: Entscheidungen erklären, nicht nur zustimmen.
- Zeit (B2): ca. 4–5 Minuten insgesamt.
- Sprache: Ruhiges Tempo, klare Übergänge, verständliche Begründungen.
Situation: Ein gemeinsames Projekt für die Arbeit planen Person A: Hallo, mein Name ist Susanne. Wir sollen heute unser gemeinsames Projekt planen und uns überlegen, wie wir dabei vorgehen. Ich finde es wichtig, dass wir zuerst klären, was genau unser Ziel ist. Person B: Hallo, ich bin Markus. Ja, das sehe ich genauso. Meiner Meinung nach sollten wir zuerst festlegen, was wir bis zum Ende der Woche erreichen wollen. Person A: Genau. Ich denke, unser Hauptziel sollte sein, dass wir eine klare Struktur für das Projekt haben. Danach können wir die einzelnen Aufgaben verteilen. Person B: Das klingt sinnvoll. Wir könnten zum Beispiel mit einer kurzen Analyse beginnen und danach konkrete Schritte festlegen. So behalten wir den Überblick. Person A: Einverstanden. Die Analyse könnten wir gemeinsam machen, weil wir dann unterschiedliche Perspektiven haben. Danach könnten wir die Aufgaben aufteilen, je nach Zeit und Erfahrung. Person B: Ja, das ist eine gute Idee. Ich könnte den ersten Teil übernehmen, also die Recherche und die Zusammenfassung der Informationen. Das liegt mir ganz gut. Person A: Perfekt. Dann könnte ich mich um die Organisation kümmern, zum Beispiel um den Zeitplan und um die Präsentation der Ergebnisse. So ergänzen sich unsere Aufgaben gut. Person B: Ein Punkt, den wir noch klären sollten, ist der Zeitrahmen. Ich denke, wir sollten uns feste Termine setzen, damit wir nicht in Zeitdruck geraten. Person A: Da hast du recht. Vielleicht könnten wir uns zweimal pro Woche kurz treffen, um den aktuellen Stand zu besprechen und eventuelle Probleme früh zu erkennen. Person B: Das finde ich gut. So können wir schnell reagieren, falls etwas nicht wie geplant funktioniert. Außerdem bleiben wir so motiviert. Person A: Was hältst du davon, wenn wir das erste Treffen am Montag machen und das zweite am Donnerstag? Dann haben wir genug Zeit dazwischen, um an unseren Aufgaben zu arbeiten. Person B: Montag und Donnerstag passen mir gut. Wir könnten uns jeweils für etwa dreißig Minuten treffen. Das reicht, um alles Wichtige zu besprechen. Person A: Gut. Dann sollten wir noch festlegen, wie wir miteinander kommunizieren. Ich schlage vor, dass wir E-Mails für längere Informationen nutzen und kurze Fragen per Nachricht klären. Person B: Das ist praktisch. So verlieren wir keine Informationen und können alles gut dokumentieren. Ich bin damit einverstanden. Person A: Dann fasse ich kurz zusammen: Wir beginnen mit einer gemeinsamen Analyse, teilen danach die Aufgaben auf, treffen uns zweimal pro Woche und kommunizieren hauptsächlich per E-Mail. Person B: Genau. Das klingt nach einem klaren Plan. Ich denke, so können wir effektiv zusammenarbeiten. Person A: Super. Dann machen wir das so und starten am Montag mit dem ersten Treffen. Person B: Einverstanden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.
Übungen – Gemeinsam etwas planen (B2)
Übung 1: Nachsprechen mit Rollenwechsel
Sprechen Sie den Dialog laut nach. Wechseln Sie danach die Rollen (Person A ↔ Person B). Achten Sie auf Begründungen und klare Übergänge.
Übung 2: Gleiche Struktur – neues Thema (4–5 Minuten)
Planen Sie gemeinsam und folgen Sie der Reihenfolge: Ziel → Optionen → Abwägen → Entscheidung.
- Thema: Eine gemeinsame Reise planen
- Optionen: Reiseziel, Verkehrsmittel, Unterkunft
- Abwägen: Kosten, Zeit, Komfort
- Entscheidung: Wohin, wie lange, wann?
Übung 3: Zeitkontrolle
Halten Sie dieselbe Planung zweimal:
- Variante A: genau 4 Minuten
- Variante B: genau 5 Minuten
Ziel: Inhalte gezielt kürzen oder erweitern, ohne den Ablauf zu verlieren.
Übung 4: Entscheidung verteidigen
Treffen Sie eine Entscheidung und begründen Sie sie gemeinsam. Reagieren Sie auf mindestens zwei Einwände.
- Thema: Einführung einer neuen Arbeitszeit
- Einwände: Kosten, Organisation, Akzeptanz
- Dauer: 4–5 Minuten
B2 – Kurzer Selbstcheck
Bevor Sie diese Seite verlassen, prüfen Sie kurz, ob Ihre Antworten wirklich dem B2-Niveau entsprechen.
- Habe ich meine Aussagen begründet?
- Habe ich mindestens ein konkretes Beispiel genannt?
- Habe ich nicht nur beschrieben, sondern erklärt warum?
- Habe ich am Ende eine klare Entscheidung oder Position formuliert?
- Habe ich ruhig und strukturiert gesprochen (ca. 3–5 Minuten)?
Wenn Sie eine dieser Fragen mit Nein beantworten, wiederholen Sie die Aufgabe noch einmal. Genau das wird in der Prüfung erwartet.